Wandern in den Cottischen Alpen im Piemont

Wandern im Piemont durch das Valle Maira von Hütte zu Hütte

 

Nachdem die Einwohner in den Dörfern immer weniger wurden, weil die Jungen wegzogen und nur die Alten blieben, musste eine Lösung her. Die jungen Leute suchten in den Städten nach Arbeit oder ihr Land war zu klein um noch eine sinnvolle Landwirtschaft zu betreiben. So blieb nur der Tourismus übrig. Man legte im Valle Maira ein großes Netz von gut gepflegten und markierten Wanderwege an. Diese Wanderwege befinden sich im gesamten Valle Maira Tal und erstrecken sich auch über einige Gipfel der Berge. Man kann zwischen sechs bis fünfzehn Etappen wählen, die man allesamt gut erwandern kann. Das alles beruht auf einer Iniatitiver der Hüttenwirten in der Region. Eine Rundwanderung kann man von jedem Standort aus beginnen.

 

Unsere Rundwanderung.

Unsere Wanderung beginnt in San Martino bei der Wirtin Maria Schneider um Mairatal. Sie und ihr Mann betreiben das Posto Tappa. Die Balkonzimmer, die man hier mieten kann, versprechen einen grandiosen Blick auf das Gebirge. Das Essen das hier angeboten wird, schmeckt wirklich hervorragend. Hier wollten wir nicht mehr weg, aber unsere Wanderung wartete auf uns. Nach einer erholsamen Nacht und einem guten Frühstück, im Rucksack ein kräftiges Lunchpaket machten wir uns auf den Weg. Am ersten Tag stand eine Eingewöhnungstour auf dem Programm. Der erste Weg führte uns sehr bequem nach Elva in ca. drei Stunden. Der Weg war schmal und führte in im Zickzack durch dichte Lärchenwälder. In Elva hatten wir die Kapelle Santa Maria Assunta mit dem Freskenzyklus des holländischen Wandermalers Hans Clemer aus dem 15.Jahrhundert besichtigtl

 

Die nächsten Wanderrouten

Die nächsten Wanderziele sind anspruchsvoller aber dennoch für normale Wanderer zu bewältigen, selbst bei Regen oder Nebel. Am Wegesrand bieten die vielen Brunnen eine köstliche Erfrischung und Gelegenheit die mitgebrachten Wasserflaschen zu füllen.

 

Das Valle Maira

Bei Touristen ist das Valle Maira noch wenig bekannt, aber Tendenz steigend. Die Wandersaison beginnt im April und endet im Oktober.

Die meisten Hütten die am Wegesrand liegen bieten Übernachtungsmöglichkeiten. Man kann sich wenn man größere Touren unternehmen will, das Gepäck von Hütte zu Hütte transportieren lassen. Man ist dann nur mit Tagesrücksack unterwegs und abends wird in den Hütten gegessen.

Besondere Highlights in den Hütten

In Masolo ist die Pizza zum Abendessen ein unbedingtes Muss. In Ponte Maira unbedingt Tagliatelle mit Salbeibutter und fangfrischen Forellen probieren und dazu den Wein aus dem Piemont.

 

Der am meisten besuchte Ort ist Chialvetta auf 1485 m Höhe. Hier trifft der Transalpine Wanderweg auf die Picorsi Occitani. Übernachten kann man im Posto Tappa, wie die Gasthäuser hier genannt werden. Von hier aus gelangt man steil aufwärts gehend zum Col.e Soleglio Bue auf 2740m durch Lärchenwälder. Oberhalb schimmern zwischen rotem Klee und blauem Enzian kleine Seen. Von hier erblickte man den fast 3000 m hohen Monte Chersogno und das Vallone di Marmora. Murmeltiere kletterten flink auf den Felsen herum. Von hier aus geht es hinunter nach Finello. Diese Etappe war die erlebnisreichste. Übernachet haben wir im Lou Pitavin, mit seinen romantischen Zimmern und ein Essen wie ein Gedicht. Die letzte Etappe am nächsten Tag ging durch Eichen- und Kastanienwälder nach Palent, von wo uns der Bus zurück nach San Martinp brachte. Im Mairatal wandern zu gehen ist eine Reise wert

 

Die Anreise ins Valle Maira

Anreisen kann man mit dem Auto bis nach San Martino oder mit dem Flugzeug bis nach Turin oder Nizza. Dann weiter mit dem Zug nach Cuneo und von da aus fährt der Bus dreimal täglich ins Maira Tal. Die beste Reisezeit ist von Ende Mai bis Ende Oktober.

 

 

 

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