Sächsische Schweiz

Als Sächsische Schweiz wird seit der Romantik der rund 360 km² umfassende sächsische Teile des nach Tschechien hinüberreichenden Elbesandsteingebirges, eines stark zerschnittenen, im Mittel 400 m hohen Tafelberglandes zwischen Lausitzer Überschiebung im Norden, Osterzgebirge ( Gottleubatal) im Westen und der Grenze nach Tschechien im Süden bezeichnet. Das´Elbsandsteingebirge ist ein Erosionsgebirge, mit Quarzsandstein aus einem kreidezeitlichen Meer gehoben und durch die Elbe tief zerschnittenen in einzigartiger Felslandschaften aufgegliedert. So entstand das canonartige Elbtal, die tafelbergartigen „ Steine“ wie Lilienstein 412 m ü.d.M., Pfaffenstein 429 m ü.d.M., Königstein 361 m ü.d.M., und Großer Zschirnstein 560 m ü.d.M., Reste einer ehemals zusammenhängenden Sandsteinplatte mit steilen Felswänden

und die Felsreviere wie Bastei 305 m ü.d.M., die Schrammensteine 400 m ü.d.M., wahre Felslabyrinthe mit Felstürmen, Felszinnen, Felsennadeln, Felsschluchten und Felsklammen.

 

Tertiär Basalte treten nur an wenigen Stellen auf, zum Beispiel am Großen Winterberg 553 m ü.d.M. Die Attraktivität der Sächsischen Schweiz liegt vor allem in den stark gegensätzliche landschaftliche Reizen von Ebenheiten und Felsenbergen. Seit 1730 wurde Bad Schandau schon von Kurgästen besucht. Als Wandergebiet und Erholungsgebiet wurde das Elbsandsteingebirge aber erst zu Beginn 19. Jahrhundert richtig entdeckt. Die eigentliche Erschließung erfolgte mit den Massenverkehrsmitteln Dampfschiff 1857 und Eisenbahn 1850. Heute besuchen jährlich Hunderttausende das Erholungsgebiet. Die Wanderwege sind gut gekennzeichnet. Klettern in Sächsische Schweiz ist natürlich auch sehr beliebt. Mit fast 5000 Kletteraufstiegen ist das Gebiet in Ostdeutschland das größte Klettergebiet.

Share this article

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*