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Eine Kapelle im Salzbergwerk als Weltkulturerbe
Von Gaby | 21.Oktober 2008
Vor einen einen Jahr war ich eigentlich im Raum Krakau nur auf Durchreise. Von einen Bekannten erfuhr ich von einer besonderen Kapelle bei Krakau im Salzbergwerk von Wieliczka. Der kleine Umweg hatte sich gelohnt. Über 370 Stufen ging es hinab in ein Salzbergwerk zu einer Touristenattraktion das auf der UNESCO-Liste zum Weltkulturerbe zählt. In den Höhlen werden 700 Jahre Bergbaugeschichte geschrieben. Somit ist es das älteste Salzbergwerk Europas. Millionen Kubikmeter Gestein wurden hier abgebaut. Zu einer 2,2 km langen Touristenroute zählen 40 Kammern, die zu einer „Reise“ in die Vergangenheit des Bergbaus führt. Interessant sind die Salzskulpturen, die von Bergleuten kunstvoll gefertigt wurden. Die erste Höhle ist Kopernikus gewidmet. Er soll im 15. Jahrhundert hier gewesen sein. Weiter in der Janowic-Kammer gibt es Lebensgroße Salzskulpturen. Weitere Kammern stellen die Arbeit der Bergleute im Mittelalter dar. Bis 2002 wurden im Bergwerk Pferde eingesetzt. Das Interessanteste ist aber die Kinga-Kapelle. 54 m lang, 18 m lang und 12 m hohe Salzkammer mit seltsamen Heiligenstatuen und ein Denkmal des polnischen Papstes Johannes Paul II.Es ist hier nicht nur ein Museum, sondern eine unterirdische Kirche. Regelmäßig finden hier Gottesdienste statt und es wird hier auch geheiratet. Vor Einsetzen des Tourismus hat es schon einzelne Besucher gegeben. Auch ein Goethe Denkmal erinnert an den Besuch des berühmten Dichters. Eine schlechte Vergangenheit hat die Stasyic-Kammer. Hier gab es bei den Deutschen eine Rüstungsfabrik für jüdische Zwangsarbeiter.
Topics: Osteuropa, Tschechien, Slowakei |



















