Reise-Infoberichte
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    Der Weg zum Feuersee auf der Azoreninsel Sao Miguel

    Von Gaby | 4.Februar 2009

    Auf der Azoren Insel Sao Miguel vor Portugal liegt in 600 Meter Höhe der Lagoa do Fogo.
    Zum Krater führt eine beeindruckende Wanderroute und die Natur versetzt einen in Staunen.
    Der zweistündige Aufstieg auf der Azoren Insel zum Feuersee am Kraterbecken ist in der feuchten Luft schweißtreibend. Auf dem Weg geht es vorbei an japanischen Sicheltannen, Eukalyptusbäume, durch ein Spalier blühender Hortensie und Azalee. Der See ruht in der Tiefe, ist smaragdgrün – spiegelglatt, endet an üppig bewachsenen Steilufern des Kraterkessels und ist gesäumt von langen Stränden. 600 Meter über dem Meer ist die unberührte Wasserfläche der höchstgelegene See der Insel umgeben von einer Berglandschaft. Der Wanderpfad ist gut beschildert und beginnt an der Südküste. Er schlängelt sich durch Weideland, vorbei an verlassene Gehöfte und Viehtränken, Wasser – Kanälen, am Bach Ribeira da Praia, der in einer überwucherten
    Schlucht mit Moose, Farne und wildem Ingwer Richtung Tal gurgelt. Die Orientierung ist problemlos und mit jedem Höhenmeter gewinnt der Blickverlauf Richtung Küste an Dramatik. Eine weite gewellte Hügellandschaft mit Vulkankegeln und mit Rindern ist zu sehen. Etwa 90000 Rinder soll es hier geben bei einer Bevölkerung von 130000 Einwohner. Sehr bekannt ist hier der Inselweichkäse. Wenn man sich hier Schafe vorstellt, wäre es fast wie in Neuseeland.
    Hier wird es nie richtig heiß, aber Kaltluft gibt es auch nicht. Der Golfstrom lässt hier mit viel Luftfeuchtigkeit einen Garten Eden sprießen mit Bananenstaude, Ananas, Kartoffel, Mais, wilde Rosensorten, Hibiskus und Orleander. Lorbeerbüsche bluehen, Drachenbäume ragen in die Höhe und
    wuchtige Platanen säumen die kurvige Küstenstraße, wo an vielen Stellen Picknick möglich ist. Für die Besucher gibt es viele Aussichtspunkte. Sogar zwei Teeplantagen  gibt es auf der Insel: die einzigen in Europa. Die Geburt des Azorenarchipels war ein glühendes Naturereignis vor  Millionen Jahren. Vom südlichen Hochufer aus verläuft die Wanderroute, wo der Pfad den Feuersee erreicht hat, jetzt als fantastische Trasse parallel zum Wasser. Nur am gegenüberliegenden Ufer, weit entfernt, sind am Strand Ausflügler zu sehen. Auf der Südseite segeln die Möwen. Es ist ihr Revier, ein Vogelschutzgebiet, welches nur zu Fuss erreichbar ist. Der Weg führt über eine Senke weiter Richtung Küste. Vor dem Abstieg noch die Belohnung. Hier lohnt sich ein Sprung in den kühlen See.

    Quelle Saarbrücker Zeitung

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    Topics: Portugal, Madaiera, Azoren |

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