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Viele wünschen sich einmal die Gipfel der Achttausender zu sehen. Einige träumen davon auch einmal einen Gipfel zu besteigen. Aber es ist nicht so einfach wie man sich das vorstellt. Aber auch schon kleinere Gipfel sind eine Herausforderung. Die größte Herausforderung ist die Besteigung des Mount Everest. Der Himalaya ist nicht nur eine Eislandschaft, es ist auch eine weite Hochebene die unendlich groß ist, in der es blühende Gräser und Herden von Ziegen und Yaks gibt, die hier weiden. Ansonsten ist es ruhig hier. Aber auf dem Weg zum Basislager der Everest Besteiger herrscht auf der schmalen Schnellstraße ein emsiges Treiben. Die schwarzen Yaks einer einheimischen Rinderart traben gemächlich nach Norden, bepackt mit Proviant für das Basislager. Das Ziel ist nicht der Mount Everest. Das Ziel ist Khunde auf 3850 m Höhe gelegen. Mit einem Sherpa Führer, vier Yaks, einigen Trägern und zehn Touristen machen wir uns auf den Weg. Die Tiere tragen den größten Teil des Gepäcks. Wir wandern nur mit leichten Gepäck. Khunde liegt im Osten Nepals südwestlich vom Mount Everest. Der Weg ist gut gehbar und besteht meist aus Schottergestein. Diesen Weg sind alle Bergsteiger die den Mount Everest bezwungen haben, gegangen. Wir werden den Pfad bis zum Basislager nicht bis zum Ende gehen. Wir werden das ewige Eis nicht betreten. Doch auch hier in der grünen Ebene muss auf den Weg geachtet werden. Überall gibt es rutschige Platten und scharfkantige Felsen. Besonders schön sind die Wiesen, wenn sie in gelb und rot blühen. Dichte Blütenteppiche mit Tagetes, Hochlandgras und der Geruch von Frühling soweit das Auge reicht. Ganz wichtig ist es und man darf es nicht vergessen um die Nani Mauer, das sind buddhistische, jahrhundertealte Gebetstafeln, immer links herum zu gehen. Auf einem Weg haben die Träger immer Vortritt. Ohne sie gäbe es in Khunde keine Tomaten, kein Bauholz, keine Eier, es gäbe einfach nichts. Stetig und langsam steigt der Weg bergan. Spät am Nachmittag kommt unser Hotel für die Nacht in Sicht. Nach einer heißen Dusche und einem warmen Essen fallen wir müde ins Bett. Am nächsten Tag geht die Tour weiter. Zunächst nach Monjo auf 2800 m Höhe. Dann geht es weiter nach Mende in knapp 4000 m Höhe. Langsam gewöhnt man sich an diese Höhe. Kiefer, Bambus und blühender Rhododendron säumen den Weg. Tief unten ein rauschender Bach und vor uns eine schwankende Brücke aus Leichtmetall. Die Brücke ist behangen mit Gebetsfahnen und bunten Seidenfahnen. Über uns die atemberauschende Bergwelt und unter uns tiefe Täler. In einer Bergkuhle stehen neuerbaute Steinhäuser mit grünen Fensterrahmen. Eine deutsche Bäckerei gibt es hier, in der es sogar Apfelstrudel gibt. Man kann hier via Satelit nach Europa telefonieren. Es kommen immer mehrWandertouristen nach Nepal. Endlich nach 88 km Wanderung kommen wir in Khunde an. Die beste Reisezeit ist Oktober, November und März bis Mai. Trittsicherheit und gute Kondition für vier bis sechs Stunden Wanderung sind zwingend erforderlich. Man sollte vor

beginn der Reise unbedingt einen Gesundheitscheck machen lassen. Empfehlenswert ist die Impfung gegen Heptitis A und B.


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