Archive for August, 2010
Die vier Tage Genusswanderung von Déja nach Lluc ist eine Teilwanderstrecke der Ruta de Pedra en Sec, auch Trockensteinroute wie die Mallorquiner den Wanderweg nennen. Abgekürzt nennt man den Wanderweg auch GR221. Auf dieser Wanderroute lernt man Mallorca von der stillen Seite kennen. Die Strecke von Déja nach Lluc ist das absolute Highlight. Der Wanderweg hat eine Strecke von ca. 50 Kilometer Länge und ist ausgeschildert. Man sollte bei der Wanderung immer auf den ausgeschilderten Wegen bleiben. Start ist in Déja ein kleines Dorf von gerade mal 600 Einwohnern. Es gilt als eines der schönsten Dörfer im Nordwesten Mallorcas. Früher wurde das Dorf von Schriftstellern, Malern und vielen Prominenten besucht. Doch die sind heute nicht mehr anzutreffen. Der Weg ist steinig und mit Erde durchmischt, marschieren wir los in Richtung Port Soller zur alten Ölmühle. Der Weg geht anfangs nur abwärts. Wir durchqueren ein Tal mit alten Olivenbäumen. Nach kürzer Zeit erreichen wir eine kleine Bucht mit weißem Sand. Das Wasser in der Bucht schimmert türkisfarben. Bevor es weitergeht, nur mal kurz die Füße ins Wasser. Sanft steigt der Weg an, dann mal wieder schräg am Hang verlaufend, dann mal geradeaus. Es ist nicht sehr anstrengend und läßt Zeit zum Bestaunen der Umgebung. Abwechslungsreich ist hier der Teil des Tramintana Gebirges. Durch Schneidegras mit mannshohen Wedeln, Johannisbrotbäumen und blühendem Heidekraut auf der einen Seite und das Meer auf der anderen Seite gesäumt von den Trockensteinmauern der Hügeln. Endlich ist die alte Ölmühle in Sichtweite. Hier machen wir Rast bei frischem Orangensaft und frischgebackenem Kuchen. Danach geht die Wanderung weiter zum ersten Etappenziel immer an der Küste entlang. In Sóller angekommen, dem Mekka der Wanderwelt von Mallorca. Übernachten werden wir im Refugi Muleta. Das sind Steinhütten bei Port Sóller. Am nächsten Tag geht die Tour weiter in Richtung Schlucht von Barranc. Der ca drei Kilometer lange Weg steigt steil an bis zum Col di l´ofre. In schier endlosen Steinstufen windet sich der nach oben. Oben angekommen wird man von den Mühen des Aufstiegs belohnt mit einer grandiosen Aussicht. Weiter geht die Wanderung jetzt wieder abwärts bis man nach ca zwei Kilometer den Cuber Stausee erreicht. Von hier aus wandern wir direkt zu unserer zweiten Unterkunft der Steinhütte am Tossals Verds . Müde fallen wir ins Bett. Am nächsten Morgen setzen wir die Wanderung fort in Richtung Kloster Lluc und Ziel. Der Weg führt durch Schiefergestein. Endlich am Horizont taucht das Kloster Lluc auf umgeben von herrlichen Wäldern. Im Klosterhof herrscht ein emsiges Treiben. Müde und hungrig suchen wir unsere Unterkunft das Refugi Son Amer auf. Das nicht weit entfernt vom Kloster sich befindet. Am nächsten Tag geht es zurück in unser Hotel. Die beste Zeit zum Wandern ist von September bis Mai. Wer möchte kann sich die Wanderung organisieren lassen, dann wird das Gepäck von Hütte zu Hütte transportiert. Zur Wanderung braucht man halbhohe Trekkingschuhe, Bergschuhe sind nicht geeignet. Auf jeden Fall sollte man eine Taschenlampe einstecken, denn um 23 Uhr geht in den Hütten das Licht aus. Bettwäsche und Handtücher kosten ca vier Euro pro Tag. Eine wunderschöne Wandertour, die wir auf jeden Fall wiederholen werden.






















